Auf den Spuren der SPD-Geschichte: Helga Grebing und „Die Buntkarierten“ - 16. November 2011
Bei verschiedenen Veranstaltungen wollen wir uns mit der Geschichte der Sozialdemokratie beschäftigen. Begonnen haben wir am 16. November mit dem Weg der deutschen ArbeiterInnenbewegung. Gastreferentin des Abends war die emeritierte Professorin für die Geschichte der Arbeiterbewegung Helga Grebing.
Anhand des DEFA-Films „Die Buntkarierten“ aus dem Jahr 1949 skizzierte Helga Grebing zusammen mit Nadja Libbertz, Mathias Kern und Marcel Piest (Potsdamer Jusos) das Leben einer Arbeiterfamilie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr 1949. In sieben Filmausschnitten diskutierten wir die Lebenssituation der Arbeiterfamilien, die Rolle der Frau zur Zeit des ersten Weltkriegs sowie die Organisation und die Spaltung der Arbeiterbewegung in der W¬eimarer Republik. Die Gäste der Veranstaltung nutzten die Gelegenheit zur Diskussion, um Helga Grebing vor allem zur Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis sowie den Widerstand und die Untergrundarbeit der Sozialdemokratie gegen die Nationalsozialisten zu befragen.
Im Februar 2012 setzen wir die Reihe mit einer Veranstaltung zur Geschichte der Potsdamer Jusos fort. Im März soll ein Liederabend mit sozialdemokratischem Liedgut die Veranstaltungsreihe abschließen.
Podiumsdiskussion zur Existenzgründung am 2. November 2011
Existenzgründung ist für viele Menschen der Weg aus der Arbeitslosigkeit, und auch zahlreiche Studierende entscheiden sich zum Ende ihres Studiums für diesen Weg. Von der Ich-AG bis hin zum aktuellen Gründungszuschuss gab und gibt es verschiedenste Förderinstrumente. Mit ihrer beschlossenen „Neuordnung der Arbeitsmarktinstrumente“ plant die Bundesregierung jedoch gerade diesen Gründungszuschuss abzuschaffen.
Die Jusos Potsdam und die Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein veranstalteten daher am 2. November die Podiumsdiskussion „Existenzgründung – gestern, heute und morgen“ im Kulturhaus Babelsberg. Ziel war es, die Perspektiven für eine gute Gründungsförderung auszuloten. Dabei diskutierten ExistenzgründerInnen, VertreterInnen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik miteinander. So kamen u.a. der Geschäftsführer des Standortmanagements Golm Friedrich Winskowski und Barbara Nitsche, Fachbereichsleitern Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Potsdam, zu Wort.
Es zeigte sich deutlich, dass es bei der derzeitigen Gründungsförderung an Beratungsangeboten fehlt. Es braucht vor allem mehr Qualifizierungsangebote im Vorfeld der Gründung, damit GründerInnen mit den Problemen, die auf sie zukommen, umgehen können. Darüber hinaus müssen die schon guten Angebote von Kammern und Wirtschaftsförderung noch besser vernetzt und unter GründerInnen bekannter gemacht werden.
Allgemein als fatal wurden die nun beschlossenen Kürzungen der Schwarz-Gelben Bundesregierung angesehen. Gründungen aus der Arbeitslosigkeit werden so massiv erschwert, obwohl der derzeitige Gründerzuschuss für ALGI EmpfängerInnen nachweißlich viele Menschen langfristig wieder in Beschäftigung führt.
Veranstaltungsreihe zur Wirtschafts- und Finanzkrise - Mai/Juni 2011
Im Mai und Juni befassten wir uns mit den Krisenentwicklungen an den Wirtschafts- und Finanzmärkten und diskutierten zusammen mit interessierten Bürger_innen, Student_innen und Expert_innen über Staatsverschuldung, Zinssystemkrise und Währungsverfall.
So wurde mit BWL-Prof. Bernd Senf über „Geldschöpfung aus dem Nichts“, mit Buchautor und Politikberater Thomas Seltmann über „Krisenverhinderungsmechanismen“ und „nachhaltige Gestaltungsmöglichkeiten des Finanzmarktes durch politische Entscheidungsträger_innen“ gesprochen und mit Katrin Rimbach vom Lehrstuhl für Didaktik der politischen Bildung der Uni Potsdam am Theaterstück „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ (Bertold Brecht, geschrieben während der Weltwirtschaftskrise 1931) Parallelen zu wiederkehrenden Entwicklungen seit 2007 herausgearbeitet.
Um den Jahreswechsel 2011/12 wollen wir eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema durchführen, um die Spannenden Diskussionen fortzusetzen. Dann mit Blick auf Geldentwertung, Staatsbankrott und soziale Unruhen (in Griechenland bereits beobachtbar), die durch eine zweite oder gar dritte Finanzkrise noch in diesem Jahrzehnt zu jetzt noch nicht vorstellbaren Konsequenzen führen könnten.
100 Jahre Internationeler Frauentag - 8. März 2011
Einst eingeführt, um für das Wahlrecht
für Frauen und mehr Gleichberechtigung zu kämpfen, ist der Tag auch heute noch
von großer Bedeutung. Es ist nicht hinzunehmen, dass Frauen in gleichen
Positionen weniger verdienen als Männer und oftmals durch schlechte
Rahmenbedingungen gar nicht die Möglichkeit haben, in gehobene Positionen
vorzudringen. Gerade Frauen mit Kindern hängen durch schlechte
Betreuungsangebote oft in Teilzeit- und Minijobs fest.
Für uns ist klar, dass wir neben einer
Gleichstellungsquote vor allem eines brauchen, nämlich Ganztagsbetreuung in
Kitas und Schulen und gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Nur wenn die
Rahmenbedingungen stimmen, kann echte Chancengleichheit Wirklichkeit werden.
In diesem Zusammenhang waren wir auch dieses Jahr wieder aktiv, verteilten Postkarten mit Rosen und kamen mit den Menschen ins Gespräch.
Anti-Atom-Aktionen
Wir beteiligen uns an den verschie-densten Anti-Atom-Aktionen in Potsdam und Deutschland. So waren wir bei der Menschenkette in Hamburg und der Demo gegen den Castor in Greifswald dabei und haben vorher mit Aktionen in Potsdam mobilisiert. Nach der Katastrophe von Fukushima beteiligten wir uns auch an den Mahnwachen in Potsdam. Für uns steht fest, dass der Atomausstieg schnellstmöglich geschehen muss. Wir müssen mit den Vorhandenen radioaktiven Abfällen offen umgehen und nicht entgegen getroffenen Vereinbarungen heimlich Dauerlager schaffen.
Regionalkonferenzen der Jusos Brandenburg - 26. Februar 2011 in Potsdam
Die Jusos Brandenburg veranstalteten Ende 2010 und Anfang 2011 insgesamt vier Regionalkonferenzen an den verschiedensten Orten in Brandenburg. Dabei wurde diskutiert, wie wir unser Land in Zukunft gestalten wollen, welche Mittel und Wege es gibt. Das alles Geschah aus dem Blickwinkel junger Menschen. So wurde auf auf der letzten Regionalkonferenz am 26.02.2011 in Potsdam diskutiert. Wir sprachen mit Jutta Wieding von der Bundjugend darüber, wie wir künftig mit Klima und Energie umgehen müssen, wenn wir unseren Planeten nicht irgendwann unbewohnbar machen wollen. Mit Frank Gerhard dem Bürgermeister von Ludwigsfelde versuchten wir zu skizzieren, wie man die soziale Infrastruktur in Zeiten des Demografischen Wandels sehen muss und wie man die unterschiedlichsten Entwicklungen im Land unter einen Hut bekommt. Schwerpunkt der Diskussion war hier auch gerade die Abwanderung junger Menschen aus Brandenburg, vor allem die junger Frauen. Ebenso ging es beim Gespräch mit Mike Schubert, Vorsitzender der SPD Potsdam, darum, wie wir unser Land gestalten können, damit es die besten Zukunftschancen hat. Mike leitet die Kommission Leitbild 2030 der SPD Brandenburg, die eine sozialdemokratische Perspektive des Landes für 2030 erarbeiten soll.
Oberbürgermeisterwahlkampf 2010
Als Jugendorganisation der SPD beteiligten wir uns auch am
Oberbürgermeisterwahlkampf. Neben den üblichen Dingen, wie Plakate auf-
und abhängen, Flyer verteilen und an Info-Ständen mit den Bürgerinnen
und Bürgern ins Gespräch zu kommen, versuchten wir auch, den Wahlkampf
durch Nachttour, nächtlichen Infostand, Schulanfangsaktion und
Wahlkampfbollerwagen etwas aufzufrischen. Wir traten ein für die Idee
einer Stadt, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Interessen miteinander verbindet und in Einklang bringt.
Wahlkampfbollerwagen
Um ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu erregen zogen wir mehrmals mit unserem Wahlkampfbollerwagen durch die Innenstadt. Neben den üblichen Wahlkampfmaterialien gab es auch Luftballon-Tierchen für die kleinen. Wir kamen so gerade mit vielen Familien ins Gespräch und konnten über Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kita- und Schulsystem sowie Gleichstellung sprechen.
Plakate und Störer
Nachdem die Plakate einige Wochen vor der ersten Wahlrunde am 19. September gehängt wurden, kamen für die Stichwahl noch sogenannte Störter hinzu, die wir auf den Plakaten von Jann Jakobs, sowie den ausgeschiedenen Kandidaten, die ihn nun unterstützten anbrachten. Nach dem 3. Oktober hieß es dann: Alles wieder abnehmen.
Nachttour - 18. September
Am Abend vor der ersten Wahlrunde waren wir auf der Babelsberger Livenacht unterwegs mit roten Knicklichtern und Flyern
von Jann Jakobs. Wir kamen mit vielen Menschen ins Gespräch, machten auf
die Wahl am nächsten Tag aufmerksam und nahmen viele Fragen, Ideen,
Anreize und Kritikpunkte auf.
7 Jahre Hartz IV – Die Jusos Potsdam fragen nach! - 30. Juni
Am 30.06. veranstalteten wir einen Themenabend zum
Thema: „Hartz IV – Eine Erfolgsgeschichte?!“ statt. Unter den rund 50
TeilnehmerInnen waren Interessierte aus allen Altersgruppen und
Lebensbereichen. Als Gastredner konnten die Jusos unter anderem den
Geschäftsführer der Potsdamer Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitssuchende/PAGA, Herrn Frank
Thomann, gewinnen, der für die Betreuung der Potsdamer Hartz
IV-Empfänger zuständig ist. Des Weiteren referierten Prof. Dr. Jann von
der Universität Potsdam über seine Arbeit in der Hartz-Kommission,
persönlich Betroffene, Robert Crumbach aus der Sichtweise eines
Arbeitsrichters und Harald Kümmel als Vertreter der Politik. Durch kurze
Einführungen in die einzelnen Fachbereiche der Referenten gelang es
der Runde sich ein differenziertes Bild des komplexen Themas „Hartz IV“
zu erarbeiten, gefährliches Halbwissen abzubauen und mit teils lieb
gewonnenen Vorurteilen aufzuräumen. Im Anschluss daran entspann sich
eine spannende, teils hitzige Diskussion zu den unterschiedlichsten
Aspekten der umstrittenen Sozialreform. Obwohl es natürlich nicht
möglich war alle Aspekte des vielschichtigen Themas anzusprechen, so
stellte die Veranstaltung eine gute Gelegenheit
dar, sich in das schwierige Thema einzuarbeiten und lieferte viele
Denkanstöße für weitere Veranstaltungen.
48h-Aktion der Landjugend - Aufräumen im Fliedergarten am 17. und 18. April
Am 17. und 18. April fand die 48h-Aktion der brandenburgischen Landjugend statt. Dieses Jahr beteiligten auch wir uns an der Aktion und räumten am Samstag und Sonntag im Fliedergarten am Pfingstberg auf. Es wurden
viele Schubkarrenladungen Erde, Geröll und Müll bewegt. Sicherlich befindet
sich der Garten noch immer in keinem guten Zustand, jedoch ist in einem
Gartenabschnitt eine deutliche Verbesserung sichtbar geworden. Zukünftig soll
der Garten für das Integrationsprojekt „Einsteigen bitte!“ genutzt werden.
Das Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrum (SEKIZ e.V.) hat das Projekt mit dem Hartz IV Betroffenen Verein entwickelt. „Einsteigen bitte!“ soll Menschen
mit psychischen Problemen passende Betätigungsfelder bieten, welche ihnen den
Wiedereinstieg in einen geregelten Alltag erleichtern sollen.
Wir wurden bei unserer Aktion von Oberbürgermeister Jann Jakobs, der Bundestagsabgeordneten Andera Wicklein und dem Potsdamer SPD Vorsitzenden Mike Schubert unterstützt. Außerdem gilt unser Dank dem Toom Baumarkt in Babelsberg, der uns mit einer Spende unterstützte.
Nachtouren der Jusos Potsdam
In den vergangenen Jahren waren wir öfter im Potsdamer Nachtleben unterwegs. Mit Knicklichtern, Flyern, Kondomen und weiterem ausgerüstet zogen wir
so über die Babelsberger Livenacht oder durch Kneipen in der Potsdamer
Innenstadt. So informierten wir vor Kommunal-, Europa-, Landtags- und Bundestagswahl bei unseren Nachttouren über verschiedenste politische Themen und verdeutlichten unsere Ansichten und kamen so mit vielen Potsdamerinnen und Potsdamern ins Gespräch.
Campieraktion am Johannes-Kepler-Platz
Vor der Landtags- und Bundestagswahl im vergangenen September campierten wir am Tag der Potsdamer Wohnungsgenossenschaften auf dem Johannes-Kepler-Platz, um auf den Wohnungsmangel in Potsdam aufmerksam zu machen. In unserer wachsenden Stadt wird es für gerade für junge Menschen immer schwerer bezahlbare Wohnungen zu finden. Aber auch für ältere Menschen und junge Familien ist es alles andere als leicht, für sie geeignete günstige Wohnungen zu finden. Bei der Aktion forderten wir daher ein soziales Wohnungsbauprogramm vom Land, sowie mehr Bemühungen der Akteure des Potsdamer Wohnungsmarktes und der Stadtpolitik. Wir wissen jedoch auch, wie schwer die Situation ohne Landesförderung ist und unterstützen daher ausdrücklich die bestehenden Bemühungen der Genossenschaften und die Forderung nach einem kommunalen Wohnungsbauprogramm.
Schülerzeitung Rote Rose
Seit 2007 haben wir nun schon 5 Ausgaben der Schülerzeitung Rote Rose vor Potsdamer Schulen verteilt. Die Zeitung richtet sich vor allem gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass, informiert aber auch über Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen. Die nächste Ausgabe ist für den Beginn des nächsten Schuljahres geplant und vielleicht seht ihr uns dann ja vor euer Schule beim verteilen. Die bisherigen Ausgaben der Zeitung findet ihr auf www.roterose-online.de
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