| SPD-Oberbürgermeister Jann Jakobs stellt Entwurf für Stadtteilschule vor |
| Dienstag, 22. Juni 2010 | |
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Es folgten ein Besuch im Stadtteilladen an der Anni-von-Gottberg-Straße, wo die Gruppe von Pfarrer Andreas Neumann begrüßt wurde, und im Jugendclub „Offline“ an der Maimi-von-Mirbach-Straße. Während im Jugendclub die Jugendlichen Gewichte stemmen, ist der Stadtteilladen längst der Treffpunkt für alle Altersgruppen im Kiez und übernimmt die Funktion eines Bürgerhauses. Die dort angesiedelte Tafel für Bedürftige wird stark genutzt. Oberbürgermeister Jakobs sagte zu, zu prüfen, ob das neue Beschäftigungsprogramm des Landes eine Lösung bieten kann, um weitere Gruppenangebote zu unterstützen.
Das Konzept der Stadtteilschule, bislang Grundschule „Am Priesterweg“, beruht auf der Überlegung, die Schule zu erweitern und als Begegnungshaus auszubauen. Dazu sollen die räumlichen und organisatorischen Bedingungen der Schule verbessert werden. Für die inhaltliche Ausgestaltung wird die Leitung der Schule einen konkreten Ansprechpartner in der Stadtverwaltung erhalten. Bauliches Herzstück des siegreichen Wettbewerbsbeitrags des Büros „Robertneun“ ist ein moderner, eigenständiger Neubau im Bereich des bisherigen Verbindungsbaus zwischen den beiden Klassentrakten. Dort soll ein Mehrzwecksaal für 120 Personen als zentraler Projekt- und Veranstaltungsraum der Schule und Veranstaltungssaal für das Wohngebiet entstehen. Über ein einladendes und vielfältig nutzbares Foyer wird die Stadtteilschule zukünftig direkt von der Oskar-Meßter-Straße erreichbar sein. Mit dem Neubau des Verbinders wird ein städtebaulicher Akzent gesetzt, der die Schule im Stadtteil heraushebt. Ein erster Baustein des Gesamtprojekts Stadtteilschule ist bereits gelegt. Dabei handelt es sich um die Sanierung der Turnhalle der Grundschule. Damit ist im April 2010 begonnen worden. Sie soll als Mehrzweckhalle genutzt werden und wird aus Mitteln des Programms „Zukunftsinvestitionen Bildungsinfrastrukturprojekte Konjunkturpaket II zur Förderung von Schulen mit ganztägigen Angeboten“ in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro finanziert. Planung und Bauantrag für den Verbinder ist für Ende 2010 anvisiert. Der Baubeginn wird für Mitte 2011 angestrebt. Die sechs Entwürfe für den neuen Verbinder der Stadtteilschule sind in den kommenden vier Wochen noch in der Grundschule zu sehen. Oberbürgermeister Jann Jakobs rief die Drewitzer auf, sich die Entwürfe anzuschauen. Geplant sind dazu auch noch öffentliche Veranstaltungen, um Anregungen zu geben. Jann Jakobs: „Ich bin überzeugt, dass wir mit der Stadtteilschule einen bedeutenden ersten Schritt zur Gestaltung der Gartenstadt Drewitz getan haben. Alle Bewohner des Stadtteils sind aufgerufen, sich weiter mit Anregungen und Wünschen einzubringen.“ |




Bei schönstem Sonnenschein absolvierte SPD-Oberbürgermeister Jann Jakobs seine 2. Stadtwanderung. Sie führte ihn in den Stadtteil Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld. Zunächst war das Awo-Familienhaus, eine Einrichtung für obdachlose Familien und Haushalte mit Kindern, Ziel der Besichtigungstour. Awo-Geschäftsführerin Angela Basekow informierte über dieses Sozialprojekt gemeinsam mit der Leiterin der Einrichtung. Jann Jakobs stellte die Arbeit heraus und kündigte zugleich an, dass es an der benachbarten Nuthe-Schnellstraße noch einmal eine Lärmmessung geben werde. Der Autolärm ist gerade bei dieser ersten Station an der Turmstraße sehr deutlich geworden.
Am Ende der dreistündigen
Besichtigung stand dann der Höhepunkt. Mit den Klängen der deutschen
Nationalhymne begrüßten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule
„Am Priesterweg“ ihre Gäste. Oberbürgermeister Jann Jakobs stellte
anschließend den Sieger-Entwurf für die neue Stadtteilschule Drewitz
vor. Aus den sechs eingereichten Vorschlägen setzte sich das Berliner
Büro „Robertneun“ für den Neubau des Verbinders durch, das einstimmig
von einer Jury auserwählt wurde. Oberbürgermeister Jakobs: „Mit dem
Konzept für die Stadtteilschule, die Bestandteil der Gartenstadt
Drewitz ist, wollen wir den Stadtteil aufwerten. Ziel ist es, ein
soziales Umfeld zu schaffen, in dem Familien einen hohen Stellenwert
haben und die Hilfe und Unterstützung erhalten, die sie benötigen.
Damit sollen die Kinder in Drewitz die gleichen Chancen erhalten wie
überall in Potsdam.“