Einblicke in die Geschichte von EicheUrkundlich wurde Eiche erstmals im Jahre 1193 erwähnt. Als Friedrich II. 1771 den Rundbau der Kirche errichten ließ, lebten in Eiche 109 „Seelen“. Darunter waren drei Bauern und sechs Arbeiter mit landwirtschaftlichem Nebenerwerb. Das kleine Dorf hatte keinen eigenen Pfarrer und gehörte kirchlich zu Geltow. Seit 1870 hält der Bornstedter Pfarrer in Eichow den Gottesdienst und bewahrt die Kirchenbücher auf, die seit 1699 die Verstorbenen verzeichnet. In der Zeit seiner Entstehung gilt Eiche als Straßendorf, gekennzeichnet durch die Bebauung rechts und links der Straße, die Kaiser-Friedrich-Straße hieß und erst nach 1945 in Hauptstraße umbenannt und bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten beibehalten wurde. Durch einen Gemeinderatsbeschluss wurde der ursprüngliche Straßenname nach der Wiedervereinigung wieder eingeführt. Beim Befahren der Kaiser- Friedrich- Straße kann die Form des Straßendorfes mit etwas Phantasie noch heute nachvollzogen werden. Erst durch die Erweiterung nach Norden, in den Jahren 1881/82 verlor Eiche diesen Charakter. Das betraf besonders den Bereich um den Baumschulenweg. Es war auch der Zeitpunkt, zu dem aus Platzmangel auf dem Friedhof an der Kirche, hier der heutige Friedhof eingerichtet wurde. Als Eiche auf Antrag des Gemeinderates 1993 nach Potsdam eingemeindet wurde, zählte die Gemeinde 986 Einwohner. Seit dieser Zeit verzeichnete der OT Eiche ein rasantes Wachstum. Dieses ist vorwiegend durch die Bebauung Altes Rad, Wohnpark Eiche und Tempelberg geprägt worden. Ende 2004 hatte der OT Eiche 4302 Einwohner, von denen 2245 Einwohner im Alten Rad wohnen. In den Jahren von 1935 bis 1952 gehörte Eiche schon einmal zur Stadt Potsdam. Die Amtsgeschäfte konnten die Bürger zu dieser Zeit in Bornstedt in der Amundsenstraße erledigen. In der Zeit der Selbstständigkeit von Eiche residierte der Bürgermeister im Haus mit der Hausnummer 21 und später im Haus mit der Nummer 22, ehe der Bürgermeister bis zur Wende gegenüber im Haus Hauptstraße / Kaiser-Friedrich-Straße 99 amtierte. Bürgermeister, die nach dem 2. Weltkrieg hier tätig waren, verbinden sich mit den Namen Herr Dähne, Herr Heinicke, Frau Liesegang, Heinz Rabisch, Herr Duse und nach der Wende Beate Saul. Das Haus wurde nach der Wende dem Alteigentümer, der Familie Franke, zurückgegeben. Die Nähe zu Potsdam, vor allem zu Sanssouci hat Eiche wesentlich mit geprägt. Von Potsdam verlief ein Kanal bis nach Snssouci, auf dem die Tonziegel aus Glindow und Werder zur Errichtung der Schlösser transportiert wurden. Nach Beendigung der Bauarbeiten wurde große Teile des Kanals wieder zugeschüttet. Den Sand dafür entnahm man einem Hügel von der Stelle von Eiche, an der heute die Kaserne steht. Auf diese Weise wurde der Bauplatz für die Kaserne begradigt.
|


