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Manja Orlowski: Keine Schulumwandlungen im laufenden Jahr

Die neue Schulentwicklungsplanung der Stadt Potsdam wird nicht im Januar von den Stadtverordneten diskutiert, sondern erst im April. So zumindest lautete das Votum der "Arbeitsgruppe Schulentwicklung", die damit auf ihrer Sitzung am Mittwoch dem Vorschlag der SPD-Bildungsexpertin Dr. Manja Orlowski einstimmig folgte. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war vor allem die Situation der beliebten Gesamtschulen Lennè und Voltaire, für die eine Umwandlung in Gymnasien erwogen wird.

„Im Januar sind wir mitten im Anmeldeprozess für die weiterführenden Schulen“, erläutert Orlowski. „Im April kennen wir die Elternwünsche für das kommende Jahr und können sie in die Entscheidung mit einbeziehen.“ Eine weitere Verunsicherung der Eltern und Schüler wolle man nicht riskieren, so Orlowski.

Wirklich wichtig ist in ihren Augen zu klären, warum Voltaire und Lennè so beliebt sind – auf Grund ihrer Profile oder wegen der Möglichkeit, auch perspektivisch ein Abitur in 13 statt in 12 Jahren abzulegen. Erst dann könne man entscheiden, ob mit einer Umwandlung der Schulen in Gymnasien der Potsdamer Schullandschaft geholfen wird oder ob das ein Einschnitt wäre, den Eltern und Schüler ablehnen.

Um diese Frage beantworten zu können führt Manja Orlowski im Januar Gespräche mit verschiedenen Grundschul-Elternvertretungen.

„Die Verwaltung hat exzellente Vorarbeit geleistet mit der Schulentwicklungsplanung“, lobt Orlowski. „Jedes Schul-Modell muss sich jedoch an der Wirklichkeit messen lassen; und das heißt, an den Elternwünschen.“