SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Martina Wilczynski als stellvertretende Bundesvorsitzende der Schwusos wiedergewählt

Der Arbeitskreis der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) hat auf seinem Bundeskoordinierungstreffen am vergangenen Wochenende in Köln seinen neuen Bundesvorstand gewählt. Martina Wilczynski, die stellvertretende Vorsitzende des SPD-OV Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld, wurde mit einem Stimmergebniss von 78 Prozent als stellvertretende Bundesvorsitzende wiedergewählt.

Der bisherige Bundesvorsitzende, Ansgar Dittmar, wurde für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Den neuen Bundesvorstand ergänzen: Marcel Dörrer (Sachsen-Anhalt), Detlef Gerberding (Hannover), Svenja Kranig, Mark-Terence Jones (beide Hamburg), Marco Malavasi (Nordrhein-Westfalen), Sebastian Paulus-Rohmer (Bayern), Arne Platzbecker (Hamburg), André Rostalski (Berlin), Ulf Schröder (Bayern), Georg Teichert (Sachsen), Lars Vorberger (Hessen) und Martina Wilczynski (Brandenburg).

Die Schwusos sprachen sich auf dem Kongress in einem zentralen Antrag dafür aus, die Ehe für gleichgeschlechtliche Partner zu öffnen. Ansgar Dittmar sagte dazu: "Die rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnern ist soweit fortgeschritten und von der Bevölkerung akzeptiert. Es ist nicht sinnhaft, zwei familienrechtliche Institute zu haben, wenn das gleiche geregelt ist". Insofern sei es konsequent, die Ehe endlich auch Lebenspartnern zugänglich zu machen. "Was im katholisch-konservativen Spanien möglich ist, muss auch bei uns möglich sein", erläuterte der Bundesvorsitzende.

Zudem erklärt Martina Wilczynski zum bevorstehenenden Christopher Streetday in Brandenburg: "Wir haben noch lange nicht das Ziel erreicht, was die vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen in unserem Land bedeutet. Mit der schwarz/gelben Regierung in Berlin werden wir das auch nicht erreichen. Wie ja viele poliitsche Fehlentscheidungen seit Regierungsantritt eindeutig gezeigt haben."

Die stellvertretende Bundesvorsitzende, warnte die katholische Kirche angesichts der andauernden Missbrauchfälle Homosexualität dafür verantwortlich zmachen".Dies ist ein eklanter Schritt in die falsche RIchtung. Der aus der Hilflosigkeit der Kirche angesichts dieses Dauerskandals, ein klassischer ultrakonservativer Roll back ist. Der jedoch nichts mit der modernen zeitgemäßen Lebenswirklichkeit gemein hat."

Foto: v.l.n.r.:Svenja Kranig, Mark Terence Jones, Martina Wilczynski, Marco Malavasi, Arne Platzbecker, Hannelore Kraft, André Rostalski, Lars Vorberger, Ansgar Dittmar, Detlef Gerberding, Sebastian Paulus-Rohmer, Ulf Schröder, Georg Teichert, Marcel Dörrer