SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Till Meyer: Waschhaus kein Ort für Kaffeekranz

Till MeyerZurückhaltend beurteilt die Potsdamer Sozialdemokratie die Inszenierung des Lustspiels "Im Weißen Rössl" im Waschhaus. Nicht alles, was sich finanziell eventuell rechne, sei auch inhaltlich erstrebenswert oder gewollt. Der Stadtverordnete Till Meyer (SPD) erklärt: "Das Waschhaus ist kein Ausflugslokal für Bolle, kein Ort für Kaffeekranz und Klamotte." Kulturpolitisch sei das bestehende Konzept Grundlage der Förderung. Meyer: "Wir wollen den Kunstraum. Wir wollen die Oxymoron-Tanzkompanie. Wir wollen, dass die Waschhaus GmbH ihre Arbeit macht."

Dafür stünden 340.000 Euro seitens der Stadt und 180.000 Euro Landesförderung zur Verfügung. Hinzukämen 129.000 Euro Mietzuschuss und 65.000 Euro Zuschuss für die Gebäudeinstandhaltung, anteilige Förderung für den Kinosommer und das Marketing (z.B. Flyer). Es müsse für Stirnrunzeln sorgen, wenn der Geschäftsführer erkläre, mit dieser Summe das Haus nicht wirtschaftlich betreiben zu können. Fraglich sei, warum die Gesellschafter keine Zahlen liefern würden. Meyer: "Als Stadt wissen wir nicht, warum die Cash Cows Party und Musik nicht mehr funktionieren und wo genau die finanziellen Defizite liegen. Da muss Butter bei die Fische!" Die Waschhaus GmbH müsse hier genauso Überzeugungsarbeit leisten als auch inhaltlich zulegen. Meyer: "Vom größten soziokulturellen Player erhoffen wir uns innovative Impulse für die ganze Schiffbauergasse."