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In Potsdam zu Hause.

Till Meyer: Billige Umverteilung und fehlendes Gespür

Till MeyerAngesichts der seitens einzelner Landespolitiker geforderten Streichung der Hauptstadtzulage erklärt der SPD-Stadtverordnete Till Meyer: "In Brandenburg agiert die Politik immer wieder nach dem Motto 'Linke Tasche, rechte Tasche'. Da will man dem einen etwas wegnehmen, weil es dem anderen noch schlechter geht. Stärken stärken sieht anders aus!"

Meyer nennt das fehlende Gespür des Landes für Potsdam "ein Armutszeugnis" und vergleicht zwei ostdeutsche Bundesländer: "Sachsen liebt seine Landeshauptstadt. Die Sachsen sind stolz auf Dresden, betrachten ihr Elbflorenz als Aushängeschild des Landes. Die Sachsen lassen sich von Dresden begeistern und inspirieren, die Brandenburger dagegen die Schultern hängen und sich von Potsdam aus verwalten.

Die gänzliche Streichung der Zulage würde beweisen, wie wenig die internationale Ausstrahlung Brandenburgs durch Potsdam in den Landkreisen wahrgenommen werde. Das Signal wäre, dass man Leistung nicht honoriere und Werbung für das Land weder brauche noch gutheiße. Eine Streichung der Zulage würde letztendlich kontraproduktiv wirken und langfristig die Gräben zwischen den berlinnahen und berlinfernen Regionen noch vertiefen.