SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Susanne Melior zur Gedenkstättenfinanzierung

Susanne Melior MdLOrte der Geschichte werden aufgewertet
„Unsere Gedenkstätten ,Lindenstraße 54/55‘ und ,KZ-Außenlager Klinkerwerk‘ werden im nächsten Jahr mehr Geld erhalten. Insgesamt 500.000 Euro.“ Das sagte Susanne Melior, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Vorsitzende der Enquete-Kommission zur Vergangenheitsaufarbeitung, heute in Potsdam.

Susanne Melior begrüßt die von den Koalitionsfraktionen verabredete Aufwertung der früheren Stasi-Haftanstalt „Gedenkstätte Lindenstraße 54/55 für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert“. „Die Lindenstraße ist ein einzigartiger authentische Gedenk- und Erinnerungsort im Land Brandenburg und in der Bundesrepublik Deutschland. Er spiegelt sowohl die Geschichte der beiden aufeinanderfolgenden, unterschiedlichen Diktaturen in Deutschland von 1933 bis 1989 als auch die Überwindung der SED-Diktatur in der friedlichen Revolution des Jahres 1989/90 wider. Die Gedenkstätte zeigt die gesamte Geschichte von politischer Verfolgung und Überwindung der Diktatur inmitten des Potsdamer Stadtzentrums.“ Die Gedenkstätte hatte im Jahr 2010 20.000 Besucher, darunter viele Schulklassen.

Das Land Brandenburg wird diese Einrichtung 2012 erstmals mit 300.000 Euro jährlich fördern. „Die Diskussion von Zeitzeugen und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen in der Enquetekommission zur Vergangenheitsaufarbeitung haben wichtigen Veränderungsbedarf signalisiert“, so Susanne Melior. Im nächsten Jahr soll das Haus in eine kommunale Stiftung überführt und so die Einrichtung auf Dauer gesichert werden. Susanne Melior erklärte: „Die Potsdamer Lindenstraße ist ein einzigartiger Lernort der Demokratie. Mit den zusätzlichen Mitteln werten wir ihn weiter auf.“

Darüber hinaus wird auch die Gedenkstätte im Außenlager Klinkerwerk des KZ Sachsenhausen eine Landesförderung erhalten. Mit 200.000 Euro sollen die bereits begonnenen Arbeiten an einer Ausstellung weiter unterstützt werden.