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Andrea Wicklein kritisiert fehlende Barrierefreiheit an Potsdamer Bahnhöfen

Hauptbahnhof Potsdam"Wir müssen Teilhabe und Selbstbestimmung aller Menschen von Anfang an ermöglichen. Wie überall im Land gibt es auch in Potsdam noch viele Baustellen, damit ein neues soziales Miteinander entsteht und ausgrenzende Barrieren abgebaut werden. Aber ohne mehr Bundesmittel, bessere Förderprogramme und eine enge Bund-Länder-Kooperation wird dies nicht funktionieren", befürchtet Andrea Wicklein und kritisiert die bisherigen Planungen der Bahn für den barrierefreien Umbau des Bahnhofes Charlottenhof: "Die Bahn baut derzeit erst ab 1000 Reisenden täglich ihre Bahnhöfe barrierefrei um. Aber selbst der Bahnhof Charlottenhof, der täglich mehr als 1000 Fahrgäste zählt, soll erst ab 2016 barrierefrei umgebaut werden. Das ist viel zu spät. 

Bund und Bahn müssen hier endlich aktiv werden und ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen." Selbst am Hauptbahnhof Potsdam werde, so Wicklein, seit Monaten der Fahrstuhl nicht repariert. Und am Bahnhof Griebnitzsee sei der Fahrstuhl wegen Vandalismus weiter außer Betrieb.

Für Andrea Wicklein ist die Barrierefreiheit jedoch nur einer von vielen Bausteinen, wenn es um das Thema Inklusion geht. "Dabei geht es bei der gleichberechtigten Teilhabe um weit mehr als um Barrierefreiheit. Besonders wichtig sind Brücken und Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt." Andrea Wicklein nennt als Beispiel für Menschen mit psychischen Erkrankungen das Projekt "Einsteigen bitte!", welches durch SEKIZ im Rahmen des Potsdamer Bündnisses gegen Depression initiiert wurde. 

Die SPD-Bundestagsfraktion hat heute im Deutschen Bundestag konkrete Forderungen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gestellt. "Die Umsetzung der UN-Konvention muss auf allen Ebenen zügig vorangetrieben werden, auch in Potsdam", sagte heute die SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein. Sie lobte in diesem Zusammenhang das von Sozialminister Günter Baaske vorgelegte behindertenpolitische Maßnahmepaket des Landes Brandenburg und den engagierten Inklusionsprozess der Stadt Potsdam.

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