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BER-Flugrouten: Andrea Wicklein fordert Berücksichtigung des Lärmgutachtens des Umweltbundesamtes

Andrea Wicklein MdBDie Brandenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD) fordert vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, die wichtigen Hinweise des Umweltbundesamtes weitgehend zu berücksichtigen. "Wenn das Umweltbundesamt feststellt, dass die bisherigen Flugroutenvorschläge der Deutschen Flugsicherung der komplexen Besiedelungsstruktur in der Umgebung des Flughafens BER nur unzureichend gerecht werden, dann ist das ein deutlicher Hinweis auf bisherige Versäumnisse", so Wicklein. 

Darüber hinaus bekräftigt die SPD-Politikerin ihre deutliche Kritik am Vorgehen des Bundesverkehrsministeriums, die Veröffentlichung des Gutachtens zu verzögern: "Es ist Ausdruck von Intransparenz und Schwäche, wenn das Bundesverkehrsministerium ein schon lange erwartetes wissenschaftlichen Gutachten einer selbständigen Bundesoberbehörde unter der Decke halten will. Die Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch darauf, den Inhalt des Gutachtens zu kennen", so Andrea Wicklein. "Welchen Sinn soll dieses Gutachten überhaupt haben, wenn es nicht mehr in die Entscheidungsfindung für die Flugrouten einfließen kann?", fragt die SPD-Politikerin. 

Heute hatte der Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Klaus-Dieter Scheurle eingeräumt hat, bei der für gestern geplanten Veröffentlichung des Lärmgutachtens des Umweltbundesamtes für die Flugrouten am Flughafen Berlin Brandenburg BER interveniert zu haben. Seit kurzem ist das Gutachten allerdings auf den Internetseiten des Umweltbundesamtes abrufbar.