SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Manja Orlowski legt ihr Stadtverordnetenmandat nieder / Marcus Krause rückt nach

Zum 26. Januar legt die SPD-Bildungsexpertin Dr. Manja Orlowski ihr Stadtverordnetenmandat nieder. An ihrer Stelle rückt der engagierte Kommunalpolitiker Marcus Krause aus Golm (Wahlkreis 2, Potsdam-West, Golm, Eiche, Satzkorn, Marquardt, Grube, Uetz-Paaren, Bornim) ins Stadtparlament nach.

Über ihre Entscheidung informierte Orlowski die Fraktion auf der Klausur am Wochenende und bat um Verständnis. Schweren Herzens habe sie diese Entscheidung getroffen, aber: „Ich habe wirklich ein Zeitproblem.
Mein Beruf, ehrenamtliche Arbeit und Stadtverordnete – das ist nicht mehr zu schaffen. Und es ist nicht fair, dass die Fraktionskollegen meine Arbeit mit machen müssen, weil ich Termine nicht einhalten kann.“ Ganz oder gar nicht, das sei ihre Devise, und die könne sie für das Stadtparlament nicht mehr einlösen. Auch Manja Orlowski kritisierte, wie schon andere Stadtverordnete vor ihr, den großen zeitlichen Aufwand, den Kommunalpolitiker in Potsdam aufwenden müssen: Stadtverordnetenversammlungen von mehr als 7 Stunden Dauer, Ausschüsse, Arbeitsgruppen, workshops, Beiräte, „das ist mindestens eine Halbtagsstelle und kein Ehrenamt mehr“, konstatiert sie. Der fachlichen Arbeit und ihrem inhaltlichen Schwerpunkt Bildung will sie trotzdem treu bleiben: Als Sachkundige Bürgerin im Bildungsausschuss für die SPD-Fraktion.

Der Fraktionsvorsitzende Schubert bedauert die Entscheidung Orlowskis sehr, wie alle Fraktionskollegen auch. „Wir verlieren eine fachlich versiert Frau, die sich nicht scheut für ihre und unsere Positionen zu streiten - beides wird fehlen“, so Schubert. Als Konsequenz aus dieser Mandatsniederlegung wird die SPD-Fraktion erneut für eine zeitliche Straffung der Sitzungen und damit für eine neue Geschäftsordnung eintreten. „So, wie es jetzt ist, ist die Stadtverordnetenversammlung arbeitnehmerunfreundlich und nur von Rentnern und hauptamtlichen Politikern leistbar“, meint Schubert.

Der „Neue“, Marcus Krause, nimmt das Mandat an und wurde am Wochenende schon begrüßt: „Marcus ist vor Ort präsent, kennt die Sorgen der Leute und wird unsere Arbeit auf jeden Fall bereichern“, so Schubert. Sein inhaltlicher Schwerpunkt liegt auf Umwelt, ländlicher Entwicklung und Raumordnungsfragen; verpflichtet fühlt er sich natürlich besonders dem Nordraum Potsdams.