SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Ergebnis der Bürgerbefragung wird respektiert

Mike Schubert

„Das Ergebnis der Bürgerbefragung ist für die SPD bindend. Darin sind wir uns von Beginn an mit Oberbürgermeister Jann Jakobs einig gewesen. Das bedeutet aber nicht, dass wir vorab nicht für die von uns seit vergangenem Donnerstag favorisierte Variante werben. Die, die sich jetzt gerade am lautesten über unser Votum beschweren, haben bereits vor und während der Werkstatt ihre Vorzugsvarianten massiv vertreten. Es verging keine Stadtverordnetenversammlung ohne Antrag der LINKEN zu diesem Thema. Das hat die SPD nicht getan, sondern das Ergebnis der Werkstatt abgewartet und dann erst zur Grundlage ihrer Entscheidung gemacht.“ so SPD-Unterbezirksvorsitzender Mike Schubert.

Wer wie der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE seit November in seinem Rathausreport und in den Medien für die teuerste Variante wirbt, sollte sich jetzt nicht beschweren, dass andere Parteien auch für ihre Vorzugsvariante eintreten. „Ich habe immer erklärt, dass die SPD das Werkstattergebnis bewerten wird und sich dann für eine Variante einsetzt.“ erklärt Mike Schubert. Dies ist an sich auch nichts Besonderes. Auch bei der Abstimmung zu Stuttgart 21 oder der Potsdamer Entscheidung zum Landtagsneubau auf dem Alten Markt haben die Parteien vor der Abstimmung ihre Position deutlich gemacht.“

Auch inhaltlich hält die SPD ihre Entscheidung für plausibel. Am Donnerstag hatte sich eine Mitgliederversammlung alle vier Varianten von ihren Werkstattteilnehmern vorstellen lassen und dann eine Entscheidung getroffen. „Der Neubau am Bornstedter Feld braucht den geringsten Zuschuss aus dem Haushalt. Das ist für den langfristigen Betrieb wichtig“ bekräftigte Schubert die Entscheidung der Potsdamer SPD. Dies gelte insbesondere für die Sanierungsvariante und die Variante mit zwei Bädern.

Die Variante Neubau am Brauhausberg, die beim Zuschussbedarf auf dem zweiten Platz lag, hat aus Sicht der SPD zwei entscheidende Nachteile bei der späteren Nutzung. Mit nur acht statt zehn Schwimmbahnen und der Lage an Potsdams befahrenster Kreuzung, sind die Möglichkeiten für die Nutzer weniger gut als bei der Neubauvariante am Bornstedter Feld. Mike Schubert erklärt: „Ein Sport- und Familienbadneubau mit Liegewiese und Außenbecken, das direkt an Potsdams befahrenster Kreuzung liegt, ist für uns nicht die optimale Lösung.“