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Ersatzdebatte Kunsthallenwettbewerb

Zur Kunsthallendebatte erklärt der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen, Pete Heuer: Die sommerlochfüllende Forderungsserie für einen Architektenwettbewerb über den Kunsthallenstandort ist auch interessengesteuert. Das liegt bei Vertretern der Architekten wirtschaftlich auf der Hand und ist legitim. Dass nun Anita Tack sich an deren Fersen heftet, verwundert nicht. Sie gibt vor, Sachlichkeit zu fordern und denunziert im selben Atemzug den Mercure-Abriss als politisch geprägt.

Hätte die Linke eine überzeugendere Alternative vorzuschlagen und könnte diese auch noch ansatzweise begründen, wäre man geneigt zuzuhören. Stattdessen wandelt auch die studierte Diplomingenieurin für Gebietsplanung und Städtebau Anita Tack seit Jahren bar jedes stadtentwicklungspolitischen Ansatzes mit ihrer Fraktion durch die Kommunalpolitik. Der Ruf nach Wettbewerb ist hier Ausdruck von Hilflosigkeit.

Fakt ist, das Mercure-Hotel ist keine Bausünde der DDR. Es begibt sich aber mit jedem Tag Baufortschritt des historischen Landtagsschlosses in eine zunehmend störende Kontraposition. Der wirtschaftliche Erfolg scheint begrenzt, der Nutzungsvertrag wurde nicht verlängert. Es besteht schlicht und einfach die Chance, es durch ein schöneres Bauwerk mit einer wirklich herausragenden öffentlichen Nutzung zu ersetzen. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht ist das Festhalten am Mercure und die Suche nach einer Abseitsposition für die Kunsthalle politisch geprägt? Dann soll es die Linke auch offen sagen, sie bliebe sich geschichtlich treu.