SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Widerspruch: Bauen wird nicht teurer – aber die Renditen sinken

Zur Presseberichterstattung, Wohnen würde in Potsdam teurer, erklärt der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen, Pete Heuer: Mit Verwunderung hat die SPD-Fraktion die Presse-Zitate von Stadtplanungschef Andreas Goetzmann zu den Auswirkungen der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung zur sozialen Bodennutzung zur Kenntnis genommen. Sinngemäß hieß es, die Baukosten würden steigen und in der Folge auch die Mieten.

"Offenbar war Herr Goetzmann auf einer anderen Veranstaltung und hat ein anderes Gutachten als ich. Diese Äußerungen können so nicht stehen bleiben", so Pete Heuer. Das Gutachten sagt ganz klar aus, dass die Immobilienpreise und Mieten primär durch den Markt, d.h. durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Das war auf einer Beratung am vergangenen Mittwoch von den Autoren des difo-Gutachtens klar hervorgehoben worden. Gegenteilige Positionen wurden auch nicht von den anwesenden Vertretern der Wohnungswirtschaft geäußert.

Ziel der Beteiligung der Investoren an den Kosten für soziale Infrastruktur ist, die durch den Neubau von ortsnahen Kitas und Schulen entstehende Bodenwertsteigerungen bei Investoren abzuschöpfen. Genau dieser Mehrertrag stellt auch die juristische Rechtfertigung für ein solches Vorgehen dar. Pete Heuer fordert: "Die Verwaltung sollte nicht verunsichern, sondern die Richtlinie zeitnah vorlegen, damit diese ab 2013 in Kraft treten kann."

Weiterhin aktuell bleibt auch die Forderung nach einem Anteil geförderten sozialen Wohnungsbaus. Die bei der sozialen Infrastruktur eingesparten kommunalen Mittel könnten z.B. dafür eingesetzt werden. Ziel bleibt, einen Anteil von preiswerten Wohnungen in Investitionsvorhaben zu integrieren.