SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Weiße Flotte am Hafen

Zur Diskussion nach dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen

"Das Gebäude der Weißen Flotte gehört in den Hafen. Das war die Meinung der SPD und das bleibt sie. Daran ändert auch nicht, dass die Bauausschussmitglieder der SPD die Verwaltungsvorlage ablehnten. Dieser fehlt die schlüssige Darstellung, dass es sich hinsichtlich der Anordnung um die ultima ratio handelt", erklärt Bauausschussmitglied Pete Heuer für die SPD.

Dass es am gestrigen Abend von den Zuschauerplätzen im Bauausschuss scheinbar Äußerungen gab, die einen Wegzug der Weißen Flotte aus Potsdam gutheißen, ist für die SPD im Inhalt und in der Form inakzeptabel. "Hier wird eine Grenze überschritten. Für uns gehört die Weiße Flotte zu Potsdam wie der Filmpark oder andere touristische Leistungsträger", so SPD Fraktionsvorsitzender Mike Schubert.

"Ich sehe uns als SPD nach dem Votum des Bauausschusses besonders in der Pflicht. Wir werden deshalb bereits im Hauptausschuss einen Änderungsantrag einbringen, der den Standort Neptunbassin und den Umfang der Nutzung festschreibt", erklärt Fraktionsvorsitzender Mike Schubert.

"Da die Weiße Flotte nun bereits mehrmals Planungskosten für Entwürfe aufwenden mussten, bei denen der Standort im Nachgang abgelehnt oder in Frage gestellt wurde, schlagen wir vor, der Weißen Flotte ein Grundstück am Neptunbassin zur Erbpacht zu überlassen, welches hinsichtlich Größe und Funktion dem bisher geplanten Gebäude entspricht, jedoch eine verträglichere Anordnung des Gebäudes zwischen Hafenbecken, Parkplatz an der Bahn und Lustgarten ermöglicht. Insbesondere soll der Baukörper, der den Blick aus dem Hafen in den Lustgarten verstellt, verkleinert werden um einen größeren Bereich des Neptunbassins und des Lustgartens vom Hafen aus sichtbar zu machen.

Wenn dem Bauherren Weiße Flotte aufgrund der exponierten Lage in diesem Umfang Vorgaben für den Entwurf gemacht werden, müssen sich die Stadtverordneten in Anbetracht der bisherigen Geschichte und der immer wieder neuen Kosten für das Unternehmen zu einer Beteiligung der Stadt an den erneuten Planungskosten bekennen.

Wir hoffen, dass der Hauptausschuss am kommenden Mittwoch dementsprechend entscheidet. Mittlerweile hat die Diskussion eine Schärfe erreicht, die der Stadt nicht gut tut."