SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Regiostadtbahn für Potsdam und das Umland

Die Chancen der Zweisystem-Technik, bei der kurz gesagt Straßenbahnen das Schienennetz der Deutschen Bahn Netz mit nutzen können, sollen für unsere Region im Detail geprüft werden. Damit hat die SPD die Stadtverwaltung beauftragt.(13/SVV/0331) „Uns fehlen attraktive Alternativen zum Auto in der Region Potsdam“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Schubert.

„Auch deshalb wird die Diskussion um die Pförtnerampeln so kontrovers geführt. Nicht jeder kann aufs Fahrrad umsteigen. Darüber hinaus reagiert die Landeshauptstadt restriktiv, mir modernen Stadttoren; so zumindest ist die Wahrnehmung vieler Menschen. Das kann nicht das letzte Wort sein, finde ich“, so Schubert.

Die Verkehrsprobleme in Potsdam kann man nur gemeinsam mit dem Umland lösen. Gerade perspektivisch wächst nicht nur die Bevölkerung der Kernstadt, sondern gerade die der Ortsteile und der umliegenden Gemeinden. Damit werden die Wege länger, die Menschen zurücklegen müssen. Darauf brauchen wir Antworten.

Der schienengebundene Personennahverkehr kann hier einen Beitrag leisten. Gegenüber besseren Busverbindungen hat er den Vorteil, dass er unabhängig vom restlichen Verkehr auf separaten Trassen unterwegs ist. Allerdings ist der Ausbau des bestehenden Potsdamer Straßenbahnnetzes durch eine Überlandstraßenbahn, wie sie zum Beispiel auf der Strecke Friedrichshagen - Rüdersdorf betrieben wird, nur mit großem finanziellen Aufwand möglich. Eine Förderung dafür ist ungewiss.

Abhilfe könnte also die Verknüpfung von Straßenbahnsystem und bestehendem DB-Schienensystem schaffen. Durch die Nutzung vorhandener Gleise wird eine geringere Investition als bei der Neuanlage einer Bahntrasse benötigt. Das System wird in Deutschland bereits in mehreren Städten erfolgreich genutzt. Dazu gehören Karlsruhe, Saarbrücken, Kassel, Chemnitz und Zwickau. Auch in anderen europäischen Regionen werden Regiostadtbahnen erfolgreich betrieben.

„Wir setzen uns nun für eine stufenweise, genaue Untersuchung dieser Technik ein; gemeinsam mit den Umlandgemeinden und dem Landkreis. Wir hoffen sehr, dass im Zuge der Untersuchungen die Skepsis gegenüber diesem System schwindet. Andere Städte jedenfalls sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung, den Verkehr umzustellen und berichten von einem deutlichen Attraktivitätsgewinn der gesamten Region.“