SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Motorhalle Babelsberg retten

Auf Antrag der SPD haben die Potsdamer Stadtverordneten einmütig für die Rettung der Motorhalle in Babelsberg votiert. Mit einem griffigen Bild brachte Sportpolitiker Volker Klamke das Problem auf den Punkt: „Als die Russen aus Krampnitz abzogen, wurde dort ein Stalingrad-Film gedreht. Wenn man einen Film über die 60er-Jahre-Boxlegende Manfred Wolke drehen will, könnte man das in der Motorhalle tun – keine eine einzige Änderung wäre am Set nötig.“

Die Halle wird intensiv durch Schul- und Vereinssport genutzt, vom rührigen Verein betreut, ist aber deutlich in die Jahre gekommen. Eine Brandschau im Mai schlug Alarm; Nutzungsuntersagung droht. Jetzt soll der Kommunale Immobilienservice (KIS) als Eigentümer gemeinsam mit Bauaufsicht, Sportverwaltung und dem Verein ein Sanierungskonzept entwickeln und die Finanzierung sicherstellen. Kurzfristig müssen die Brandschutzmängel so beseitigt werden, dass die Halle nicht geschlossen werden muss, sondern den Schülern der Goethegrundschule und des Suttner-Gymnasiums und den mehr  400 Vereinsmitgliedern erhalten bleibt. Beraten wird das weitere Vorgehen im Werkausschuss des KIS.Vereinsvorsitzender Daniel Keller hofft, dass Oberbürgermeister Jann Jakobs die Motorhalle für das angekündigte Sanierungsprogramm im Blick hat. Vergangene Woche hatte Jakobs informiert, dass „wir vorhaben, im neuen KIS-Wirtschaftsplan für die Jahre 2014 - 2016 jeweils 3 - 5 Mio. Euro Kreditmittel für ein Schulsportstätten-Sanierungsprogramm vorzusehen.“