SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Erster Stolperstein für einen Potsdamer Sozialdemokraten

Der Potsdamer Fritz Schüler wird am Sonntag, 1. Dezember von der Stadt Potsdam mit einem Stolperstein geehrt. Fritz Schüler war seit den 20er Jahren ein aktiver Sozialdemokrat und Gewerkschaftler in Babelsberg. Er wurde 1941 aufgrund einer Denunziation verhaftet, verurteilt und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt, wo er im Dezember 1942 starb.

Mike Schubert, SPD-Fraktionschef, unterstreicht das Zeichen, das von der Stolpersteinaktion ausgeht: „Gerade in Zeiten, wo der braune Mob wieder versucht Fuß zu fassen und gegen Flüchtlingsheime in Brandenburg polemisiert, ist es wichtig an aufrechte Menschen wie Fritz Schüler zu erinnern.“

 

Der Gedenkstein wird um 11 Uhr vor seiner ehemaligen Wohnung in der Großbeerenstraße 152 in Babelsberg verlegt. Nach der kurzen Zeremonie vor dem Haus stellt eine Schülergruppe der Voltaire-Schule ihre Recherchen zum Schicksal des Potsdamer Arbeiters in der HFF vor. An der Verlegung und der Feier wird auch der Sohn des Geehrten, der fast 90jährige Horst Schüler, teilnehmen.

 

Das Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Schicksale ehemaliger jüdischer Nachbarn, Akteure des politischen Widerstands und anderer Opfer von Intoleranz, Rassenwahn und Euthanasie. Die Stadt Potsdam beteiligt sich seit vielen Jahren an der Aktion, um die oft namenlosen Opfer in der Stadt erkennbar zu machen. Der Stolperstein für Fritz Schüler ist der erste Stein in Potsdam, der einem Sozialdemokraten gewidmet ist.