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In Potsdam zu Hause.

Sporthallen am Luftschiffhafen: Unterstützung für Sportler

Montagabend berichteten Trainer für Breitensport und der Leichtathletik-Landestrainer in der SPD-Fraktion über die aktuelle Situation. „Hart“, sei es, denn 900 Sportler stehen ab sofort ohne Trainingsort da. Bei der Suche nach Übergangslösungen darf der Breitensport nicht außen vor gelassen werden, so die eindringliche Bitte der Verantwortlichen.

Fieberhaft werde nach Lösungen gesucht. Die Leistungssportler aus Schule und Stützpunkt werden teils nach Berlin fahren, teils auf andere Orte ausweichen. Für sehr viele, etwa die Leichtathletik-Kinder von der 1. bis 7. Klasse gibt es aber noch keine Alternative – außer draußen trainieren.

Dafür wird die SPD-Fraktion sich bei Verwaltung und LSH Gmbh einsetzten. "Diskussionen über Zuständigkeiten helfen nicht weiter, es bedarf zügiger Lösungen", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Schubert. Konkrete Vorschläge der Fraktion sind: „Die Nutzer müssen klar informiert werden, gern durch Nutzerversammlungen und nicht nur durch Spitzentreffen, damit der Informationsstand für alle gleich ist. Der Verkehrsbetrieb, die VIP, soll wenn möglich mit in die Transporte zu Ausweichhallen einbezogen werden. Die Bundeswehr soll unter Vermittlung des Landes gebeten werden, an den Standorten Beelitz und Geltow zeitweise Kapazitäten vor allem für das Schwimmen zur Verfügung zu stellen. Wir wollen alles tun, um zu helfen“.

Geprüft werden soll auch, die Bundeszuschüsse für den Betrieb der Hallen während der Zwangsschließung für die Ersatzlösungen zu nutzen. Diese Möglichkeit gab es, als die Hallen vor 10 Jahren saniert wurden.

Oberbürgermeister Jann Jakobs hatte die Fraktion aktuell über die Situation im LSH informiert.

„Ein vernünftiges Krisenmanagement: Lösungen suchen, Lösungen finden und umsetzen“, das ist die zentrale Aufgabe jetzt, sagte Sportpolitiker Volker Klamke. „Das gilt für Übergangslösungen für die Sportler genauso wie für den Bau“.

Das Ausmaß des Schadens wird per Gutachten ermittelt. Das soll in einigen Wochen vorliegen. Dann ist klar was getan werden muss, um die Hallen wieder nutzen zu können.

„Wenn dieser Fahrplan da ist, muss zügig mit der Sanierung begonnen werden“, so Fraktionsvorsitzender Schubert.  Dazu stehe die SPD. Ziel bleibt, die Phase der Schließung so kurz wie möglich zu halten.

Parallel dazu untersucht die Stadt, wie diese Situation entstehen konnte und ob Haftungsfragen greifen. "Hier sollte es von Beginn an eine Einbindung der Staatsanwaltschaft geben", so Mike Schubert.