SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Mehr Frauen in die Aufsichtsräte

Die Stadt Potsdam soll den Frauenanteil in den Aufsichtsräten der städtischen Unternehmen bis zum Ende des Jahres 2014 auf einen Anteil von 40 Prozent anheben. Das fordert die SPD in einem Antrag für die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch.

„Mit diesem Vorschlag appellieren wir ausdrücklich auch an unsere politischen Mitbewerber. Denn das Vorschlagsrecht für kommunale Aufsichtsratsmandate liegt in Abhängigkeit vom Wahlerfolg bei den jeweiligen Fraktionen", erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende Mike Schubert.

Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Förderung von Frauen in Führungspositionen, mit dem der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten verbindlich geregelt werden soll. Die SPD will bereits jetzt eine verbindliche Festlegung in der Stadt, da nach der Kommunalwahl im Mai auch eine Vielzahl von Aufsichtsratsmandaten neu vergeben werden. Diese sollen dann bereits nach der neuen Regelung besetzt werden.

Aktuell liegt die Frauenquote bei den Aufsichtsräten der Landeshauptstadt unter 25 Prozent. Schubert erklärt: „Gleichberechtigung misst sich nicht an Sonntags- und Frauentagsreden, sondern an konkreten Maßnahmen. Das ist ein konkreter Beitrag zu mehr Gleichberechtigung. Potsdam kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Wenn die Umsetzung gleichzeitig mit der Kommunalwahl erfolgt, ist dies ein deutliches Signal.“

Während im Bund ein Anteil von 30 Prozent Frauen festgelegt werden soll, will die SPD die Quote in Potsdam bei 40 Prozent verankern. Das entspricht einem Beschluss der Landes-SPD, die zukünftig eine 40-prozentige Besetzung der Aufsichtsräte mit Frauen für die landeseigenen Gesellschaften umzusetzen will.

Derzeit entsendet die SPD in die städtischen Aufsichtsräte 9 Frauen bei insgesamt 22 Sitzen. Das sind ziemlich genau 40,9 Prozent.