SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Go:IN Mieter bangen um ihre Mietverträge

Eines der beherrschenden Themen beim Tag der offenen Türen im Wissenschaftspark Golm war die aktuelle Situation der im GO:IN ansässigen Firmen. Schubert: „Hier ist schnelle Hilfe nötig“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Schubert und sagte eine intensive Diskussion in der Fraktion für Montag Abend zu.

Weil die Förderfristen ausgelaufen sind und Verhandlungen mit der ILB über Ausnahmetatbestände nicht erfolgreich waren, werden jetzt Mietverträge gekündigt. „Damit verschärft sich am Standort das Problem von mangelnden Gewerberäumen für Startups, die aus den Anfängen herausgewachsen sind“, so Mike Schubert, der sich als Gast der Veranstaltung über die Situation informiert hat. Es gibt keine bezugsfähigen Räumlichkeiten, um die Firmen in Golm zu halten. „Damit droht Golm im Standortwettbewerb mit Berlin ins Hintertreffen zu geraten. Das müssen wir gemeinsam mit dem Land verhindern“,  so Schubert weiter.

Es muss alles getan werden, um die Unternehmen am Standort zu halten. In die SPD-Stadtfraktion wird Schubert deshalb am Montag einen Dringlichkeitsantrag einbringen. Es sollte noch einmal geprüft werden, ob die Verträge mit den Firmen verlängert werden können, bis Abhilfe geschaffen ist und welche temporären Lösungen es gibt.

Schubert schlägt vor zu prüfen, ob, wie im Klinikum Ernst von Bergmann, wo jüngst Labore als Module errichtet wurden oder bei der Schule in Bornim, die ebenfalls in Modulbauweise errichtet werde, auch in Golm mit dieser Bauweise schnell Gewerberäume geschaffen werden können.

Mit den Firmen, die das Go:IN räumen sollen, wären erste mögliche Ankermieter bereits vorhanden. Das würde sich auch positiv auf eine mögliche Finanzierung nötiger Investitionen auswirken. „Allein schafft die Stadt eine Adhoc-Investition nicht. Aber bevor die Unternehmen abwandern, müssen wir gemeinsam mit dem Land nach einer Lösung suchen. Wenn jetzt nichts passiert, profitieren am Ende Andere und nicht Potsdam von der guten Aufbauarbeit in Golm. Das müssen wir verhindern“, fordert Schubert.