SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

FH: Umzug für ein Jahr?

Die SPD-Fraktion sieht einen Umzug der Fachhochschule für kurze Zeit ins Rechenzentrum kritisch und hinterfragt die Kosten-Nutzen-Relation. „Abgesehen vom Aufwand für die Studenten und Lehrenden der FH entsteht die Frage nach der Nachhaltigkeit der Verwendung öffentlicher Mittel“, sagt Mike Schubert, Fraktionsvorsitzender.

 Bereits am 22. September haben wir in einem Brief an den Oberbürgermeister darum gebeten, die Hintergründe zu erläutern. „Warum soll das Rechenzentrum für kurze Zeit für erhebliches Geld ertüchtigt werden, wenn dieses Gebäude danach ebenfalls entsorgt wird?“, fragt Schubert. Die Fachhochschule hat einen Nutzungsvertrag für das Gebäude bis 2018.

Auf das Schreiben an den Oberbürgermeister erhielt die Fraktion eine inhaltlich vom Geschäftsbereich Bauen erarbeitete Antwort. Dort wird erläutert, dass es mehr als fraglich sei, ob die zugesagten Fördermittel des Landes in Höhe von über 13 Millionen für die Potsdamer Mitte nach 2016 noch zur Verfügung stehen. Die Stadt erwartet offenbar Einnahmen aus Grundstücksverkäufen in Höhe von mehr als 7,7 Millionen und Investitionen von privaten Investoren in Höhe von 105 Millionen Euro. Mike Schubert hat sich an das Bauministerium gewandt, mit der Bitte, diese Zahlen zu erläutern und warum die Stadtverwaltung die Befürchtung hat, die Fördermittel würden nach 2016 wegfallen.

Neben den Kosten müsse man auch bedenken, „dass unter Umständen mit einem solchen Vorgehen auch der derzeitige Grundkonsens in der Potsdamer Bürgerschaft, das alte FH-Gebäude im Interesse der Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte rückzubauen, in Gefahr gerät“, so Schubert.