SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Fraktion vor Ort in Babelsberg: Flüchtlinge willkommen heißen, Familientarife, neues Wohnen in Zentrum Ost

Am Donnerstag Abend stellten sich Stadtverordnete der SPD-Fraktion im neuen Format "Fraktion vor Ort" im Alten Rathaus den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Parteibuch. Den Anfang machten David Kolesnyk und Babette Reimers aus Babelsberg; unterstützt vom Fraktionsvorsitzenden Mike Schubert. ...

In Auswertung der Stadtverordnetenversammlung dominierte das Thema Flüchtlinge in Potsdam die Diskussionen. Die anwesenden SPD-Mitglieder regten an, einen Willkommensverein zu gründen. Hierfür sollen nun konkrete Schritte gemacht werden. Auch sollen Flüchtlinge die kulturellen Angebote Potsdams gezielt zugänglich gemacht werden. Bereits beschlossen haben die Stadtverordneten am Mittwoch auf Antrag der SPD eine Prüfung, inwieweit die Begleitung und Einbindung von Kindern und Jugendlichen mit Flüchtlingshintergrund über den Jugendhilfeplan unterstützt werden kann. Unterbringung und Einbindung.

 

Ebenso Thema war die Einführung von Familientarifen bei den Stadtwerken. Dazu beschlossen die Stadtverordneten eine Prüfung, um die Diskussion dann mit konkreten Zahlen weiter zu führen. "Wir wollen mittlere und untere Haushaltseinkommen entlasten. Das sind häufig Familien, da Kinder eben nichts zum Haushaltseinkommen beitragen, aber auch Wasser und Strom verbrauchen. Es ist für uns eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, hier etwas an der richtigen Stelle gegen hohe Wohnnebenkosten zu tun", so Mike Schubert.

 

Aus Sicht der SPD ist das aber auch eine Frage des Erfolgs zum Beispiel der EWP als Potsdamer Unternehmen. "Wenn bei der EWP verhältnismäßig wenige Familien ihren Strom beziehen, macht das deutlich, dass die Angebote für Familien unattraktiv sind, während andere Anbieter bessere Konditionen für sie bieten", so Schubert. "Will die EWP Familien als Kunden zurückgewinnen, muss sie auf deren Bedürfnisse eingehen."

 

Ein weiterer inhaltlicher Punkt des Abends war die geplante Wohnbebauung an der Nutheschnellstraße in Zentrum Ost. "Wir finden eine Wohnbebauung hier sinnvoll. So wird die bisherige Brachfläche beseitigt und Zentrum Ost erhält mehr Lärmschutz zur Schnellstraße. Wichtig ist auch, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht und dazu eine Übereinkunft mit dem Investor getroffen wird", betont David Kolesnyk, der auch Vorsitzender der SPD in Babelsberg und Zentrum Ost ist.