SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Stiftung und Land bzgl. des Seesportclubs in der Pflicht für Ersatzstandort oder Erhalt vor Ort zu sorgen

Im Land Brandenburg muss bei Wegfall von kommunalen oder vereinseigenen Sportflächen zwangsweise Ersatz dafür geschaffen werden. "Dieser Regel folgend sind auch das Land Brandenburg und die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in der Pflicht, bei Wegfall der Flächen des Potsdamer Seesportclub e.V. im Park Babelsberg entsprechende Ersatzflächen und -anlagen zur Verfügung zu stellen", so David Kolesnyk, SPD-Stadtverordneter aus Babelsberg und Zentrum Ost und auch Vorsitzender der SPD in den beiden Stadtteilen.

"Als Alternative kommt nur ein Erhalt am bisherigen Standort und damit der Status Quo in Betracht. Das schließt dann natürlich auch die bisherigen Bademöglichkeiten ein", so Kolesnyk weiter. Für die Menschen in Potsdam ist es elementar, dass die historischen Parks im Gleichgewicht zwischen der Nutzung als Naherholungsraum und dem Erhalt des historischen Erbes gestaltet und geführt werden.

"Damit das gelingt, müssen gerade vorhandene Angebote erhalten oder vor ihrem Wegfall ein gleichwertiger Ersatz geschaffen werden. Wo möglich und der Park nicht wirklich betroffen, können auch neue Angebote z.B. für die sportliche Nutzung entstehen, wie es bei der Nowawiese - die zumal gar nicht im Park liegt - sein wird. An sich wäre es aufgrund der knappen Sportflächen in Potsdam aber eher angebracht, überhaupt keine Sportflächen verlagern zu müssen und nur neue zu schaffen", beschreibt Kolesnyk die Spannungslagen.

Neben der aktuellen Diskussion im Park Babelsberg steht auch noch am Neuen Palais eine Lösung für einige Sportflächen aus, für die ein Ersatzstandort gefunden werden muss, da der Hochschulstandort aufgrund von Sichtachsen umgebaut wird. "Es wäre inkonsequent, wenn das Land die Kommunen bei deren Flächen verpflichtet, für gleichwertigen Ersatz zu sorgen, sich bei den eigenen Flächen der Hochschulen und Stiftungen aber nicht daran hält", so Kolesnyk abschließend.