SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Zur aktuellen Diskussion um den Verkehr in der Landeshauptstadt erklärt der SPD-Stadtverordnete Kai Weber:

"Es ist erfreulich, dass sich mit der LINKEN und der CDU auch die beiden bislang autofreundlichsten Fraktionen für eine Stärkung des ÖPNV aussprechen. Ebenso erfreulich ist es, dass mit den GRÜNEN diejenigen, die bislang fast ausschliesslich auf eine Stärkung des Radverkehrs setzten, sich dieser Forderung anschliessen. So besteht durchaus Anlass zur Hoffnung, in den nächsten Wochen und Monaten in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung tatsächlich zu Ergebnissen zu kommen, die ohne ideologische Scheuklappen einen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme leisten.

Dabei muss jedoch klar sein:

  1. 1. Ein attraktiver ÖPNV darf nicht an den Grenzen Potsdams Halt machen. Wir müssen mit den Umlandgemeinden über eine Verdichtung der Bustakte und im VBB über eine Verdichtung der Regionalbahn-Takte sprechen.

  2. 2. Auch beim Fahrzeugeinsatz muss das Ziel sein, den Schadstoffausstoß zu verringern - auch hier geht Elektromobilität, nämlich die Straßenbahn, vor Hybrid-Bus vor Diesel-Bus.

  3. 3. Wir müssen effizienter werden: Parallelverkehre sind zu vermeiden, Busse müssen zunehmend als Zubringer auf die Regionalbahnhöfe ausgerichtet werden.

  4. 4. Das kürzlich beschlossene Infrastrukturpaket mit einem Volumen von knapp 50 Mio. Euro dient fast ausschliesslich der Sicherung des bereits bestehenden Angebots. Wenn wir das Angebot verbessern wollen, benötigen wir mehr Geld im System. Das erreichen wir nicht durch Fahrpreissenkungen oder gar kostenlosen Nahverkehr.