SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz wird erfüllt-keine Absenkung von Qualitätsstandards

Fraktionsvorsitzender Mike Schubert und der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses David Kolesnyk erklären zum Engpass bei den Kitaplätzen in Potsdam:

"Den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz wird Potsdam auch in diesem Jahr erfüllen. Eltern, die einen Kitaplatz suchen, werden auch einen erhalten", ist sich David Kolesnyk, SPD-Stadtverordneter und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses sicher. Auch in den letzten Jahren gab es Kapazitätsspitzen, die die Verwaltung und die freien Träger gemeinsam bewältigt haben.

In einer noch optimaleren Abstimmung von Baumaßnahmen und Bedarfen sieht dabei David Kolesnyk eine Möglichkeit die Lücke zu schließen. Ausbauplanung, Sanierung und Neubau müssten dazu noch besser mit den Bedarfen abgestimmt werden, damit Eltern auch im März einen Kitaplatz finden und nicht bis September warten müssen, bis andere Kinder in den Hort wechseln. Daneben wird derzeit geprüft, ob eine neue Anmeldesoftware helfen kann, die Wartelisten für die Kitas tagesaktuell zu halten.

"Den Engpass bei den Kitaplätzen müssen wir ohne absenken der Qualitätsstandards beseitigen. Wir brauchen dazu ein kurzfristiges Maßnahmenpaket unter Einbeziehung der freien Träger. Es geht nur gemeinsam", erklärte SPD Fraktionsvorsitzender Mike Schubert.

Nach § 4 II SGB VIII ist dabei das Prinzip zu wahren, das die Kommune nur tätig wird, wenn die betreffende Leistung nicht durch einen freien Träger erbracht werden kann. Die Stadt muss sich mit den freien Trägern der Jugendhilfe darüber verständigen, in welcher Form diese bei der Abdeckung des Bedarfs mitwirken können. Das hat in Potsdam bisher gut funktioniert. Allein in den letzten 10 Jahren wurden in Potsdam so gemeinsam 7.000 neue Kita-Plätze geschaffen.

Für den Fall, dass der Bedarf nicht gemeinsam mit den freien Trägern gedeckt werden kann, müssen weitere Maßnahmen geprüft werden. Dabei könnte die Stadt gemeinsam mit dem KIS und den städtischen Gesellschaften weitere Angebote prüfen. "Die Betriebskita des Klinikums ist ein positives Bespiel. Wenn es uns gelingt auch weitere Arbeitgeber in der Stadt von diesem Modell zu begeistern, könnten Betriebskitas ein Beitrag zur Erhöhung der Platzzahlen sein", so Schubert.

Nach den Osterferien wird die SPD Fraktion dazu Vorschläge beraten, die Fraktionsvorsitzender Mike Schubert und der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses David Kolesnyk gemeinsam vorlegen wollen.