SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

Alcatraz an der Kirschallee?

In der Kirschallee, unweit der Tram-Endhaltestelle, wird gerade ein Komplex der vier großen Häuser mit Innenbereich komplett und mannshoch eingezäunt, nur von einigen Toren unterbrochen. Dort befand sich in der Vergangenheit ein bei Kindern sehr beliebter Spielplatz. Der Weg hinter dem Haus, am Spielplatz entlang, dient auch als sicherer Schulweg vieler Kinder der Karl-Foerster-Grundschule. „In der Stadtverordnetenversammlung am 1. März 2017 habe ich gefragt, was aus dem abgebauten Spielplatz wird“, sagt Uwe Adler. „Ich bekam die Antwort, dass der Spielplatz vom Eigentümer im Frühjahr wieder aufgebaut werde – von einer kompletten Einzäunung des Gesamtareals war dabei keine Rede.“

Per Kleiner Anfrage will Uwe Adler nun eine Antwort darauf erhalten, warum der Zaun gebaut wird, wer dafür verantwortlich ist und ob das rechtens sei.

"Das setzt eine ungute Reihung fort", sagt Fraktionsvorsitzender Pete Heuer und erinnert an den Streit um einen Spielplatz in der Ruinenbergkaserne, der umzäunt, abgeschlossen und nur von "schlüsselberechtigten" Kindern noch genutzt werden konnte. "Daraufhin haben wir darauf gedrungen, bei der Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung darauf zu achten, dass Kommunen den Zugang zu Spielplätzen künftig regeln können", so Heuer. Diese Änderung wurde umgesetzt, nun erarbeitet die Stadt gerade eine Spielplatzsatzung, die das berücksichtigt. Im Juni soll sie vorliegen. "Ich hoffe sehr, dass wir dann eine Lösung haben, die allen Kindern unserer Stadt gerecht wird", sagt Pete Heuer.