SPD POTSDAM
In Potsdam zu Hause.

SPD für Tram nach Marquardt

Tram nicht nur in der Innenstadt, auch im Norden

Die SPD-Stadtfraktion spricht sich für die Verlängerung der nach Krampnitz geplanten Tram über Fahrland nach Marquardt aus.

Einen entsprechenden Antrag, in dem der Oberbürgermeister beauftragt wird, die Machbarkeit einer solchen Trasse zu prüfen, bringt sie in die nächste Stadtverordnetenversammlung am 8. November ein.

Der Vorschlag soll den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung „Strategieplanung Ländlicher Raum“ ergänzen, der sich für eine bessere Taktung der Regionalbahnen und eine bessere Erreichbarkeit der Regionalbahnhöfe ausspricht.

"Wir gehen davon aus, dass ein Gutteil der neuen Bewohner seinen Arbeitsplatz in Berlin nehmen und auf schnelle ÖPNV-Verbindungen angewiesen sein wird", sagt SPD-Stadtverordneter und Verkehrsexperte Kai Weber. "Wir streben eine möglichst direkte Hinführung zum nächstgelegen Regionalbahnhof an, statt die Pendler von Krampnitz durch die Potsdamer Innenstadt zum Potsdamer Hauptbahnhof fahren zu lassen." Von Marquardt aus werden schon heute in der Hauptverkehrszeit direkte Verbindungen in die Berliner Innenstadt angeboten. Die Landeshauptstadt Potsdam hat sich gegenüber dem Land schon mehrfach für zusätzliche Angebote, auch in Richtung Berlin-Spandau, ausgesprochen. "Eine Straßenbahnverbindung, selbst eine Planung schon, würde die erforderliche Nachfrage stützen und damit dem Ansatz der Landeshauptstadt Nachdruck verleihen", sagt Kai Weber.

"Wir in Fahrland kämpfen schon lange für vernünftige Anbindungen jenseits des Autos", erinnert Claus Wartenberg, SPD-Stadtverordneter und Ortsvorsteher von Fahrland. "Unser Ortsteil wächst auch rasant. Mit der Planung für Krampnitz sollten wir nun endlich das entsprechende Gewicht für eine nachhaltige Verkehrsplanung für die nördlichen Ortsteile bekommen", sagt Claus Wartenberg und erinnert an die Einwohnerversammlung in Fahrland im Juli: " Was alles im Argen liegt, haben wir dort lang und breit besprochen." Erste Schritte wie die einfach zu realisierende Verbesserungen zum Winterfahrplan wie mehr Früh- und Spätverbindungen und bessere Anschlusszeiten sind ein erster Lichtblick. "Letztlich muss gerade im Norden auf starke, unabhängige Verkehrssysteme gesetzt werden", sagt Wartenberg.