Rot-Grün-Rot wirkt! – Stadtverwaltung wird Vorbild bei Besetzung von Führungspositionen

19. Februar 2021

 

 

Mit dem gestrigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Leitung des Fachbereichs Soziales und Inklusion ist der im Sommer 2019 erteilte Auftrag an die Verwaltungsspitze erfreulicherweise erfüllt. Von den insgesamt 21 Fachbereichen werden nun elf von Frauen geführt. Zum Zeitpunkt der Antragsstellung wurden die Fachbereiche zu annähernd 75 % von Männern geführt.

Diese Entwicklung hatte sich Rot-Grün-Rot auf die Fahnen geschrieben: In ihrer Kooperationsvereinbarung heißt es, dass sich SPD, Grüne und LINKE für eine paritätische Besetzung von Führungsfunktionen in der Stadtverwaltung einsetzen werden. Diesen Punkt können die drei Fraktionen nun mit einem Häkchen versehen.

 

Die Co-Vorsitzende der SPD-Stadtfraktion Dr. Sarah Zalfen warb damals für den Antrag und freut sich über das Erreichen des Ziels: „Wir begrüßen es sehr, dass die Stadtverwaltung mit einer Vielzahl moderner Personalinstrumente die Erhöhung des Anteils von Frauen in den Leitungspositionen so gut vorangetrieben hat. Geschlechterparität widerspricht nicht dem Prinzip der Bestenauslese, das natürlich für die Auswahl gelten muss. Sie ist vielmehr ein wichtiger Baustein darin. Die besten Teams setzen sich aus Bewerberinnen und Bewerbern zusammen, die unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen mitbringen.“

„Mich freut besonders, dass das Ziel einer paritätischen Besetzung der Fachbereichsleitungen so zügig erreicht werden konnte. Das zeigt, es bewegt sich was in unserer Verwaltung und es hat ein echtes Umdenken gegeben. Nun gilt es, diese Entwicklung in einer mit der Stadt weiterwachsenden Verwaltung auch zu stabilisieren und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf insgesamt weiter zu stärken. Die in der Pandemie unter Druck gewonnenen Erfahrungen können dabei sicher helfen.“, ergänzt Sigrid Müller, Co-Vorsitzende der Linksfraktion.

 

„Als Bündnisgrüne weisen wir schon lange auf die strukturelle Benachteiligung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen auf vielen Ebenen hin“, fügt die Co-Vorsitzende der Fraktion Bündnis90/die Grünen Saskia Hüneke hinzu. „Wir freuen uns daher sehr, dass in der Landeshauptstadt Potsdam die richtige Richtung eingeschlagen wurde, um diesen Missstand endlich zu beseitigen!“